Wie alles begann... Ein Einblick in die Geschichte der Woltersdorfer Straßenbahn

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1905 Der Grundbesitzerverein regt den Bau einer Straßenbahn vom Bahnhof Rahnsdorf
zur Woltersdorfer Schleuse an
24. Mai 1909 In Schönblick wird die "Elektrische Straßenbahn Rahnsdorf- Woltersdorf GmbH" gegründet
1911 Nachdem im Jahr 1910 der Bau einer Straßenbahn von Rahnsdorf nach Woltersdorf über Fichtenau und Klein- Schönebeck vorerst verhindert wurde, setzt der Kaufmann Heinrich Polte den Bau der Straßenbahn ohne Berührung von Nachbarorten durch.
20. März 1912 Der Regierungspräsident erlässt die Genehmigungsurkunde für die "Elektrische Straßenbahn vom Bahnhof Rahnsdorf nach Woltersdorf Schleuse
29. Juni 1912 Auftragsvergabe zum Bau der Straßenbahnen an die Firma Orenstein & Koppel- Arthur Koppel AG.
17. Mai 1913 Nur 11 Monate nach der Auftragsvergabe erfolgte die Betriebsaufnahme der Woltersdorfer Straßenbahn mit vier Trieb- und sechs Beiwagen Nr. 1-4 und 21-26.
Die Stromversorgung erfolgte durch zwei Leuchtgasmotore, welche über Schwungräder und Stahlbänder die zwei Gleichstromdynamos antrieben. Zur Unterstützung der Dynamomaschinen wurde zur gleichen Zeit eine Pufferbatterie in das Elektrizitätswerk eingebaut.
Januar 1917 Auf Anordnung der preußischen Militärbehörden wurden die Straßenbahnwagen 25 und 26 bis zum Kriegsende in Spandau eingesetzt. Monatlicher Mietpreis pro Fahrzeug 100,00 Mark
1919 Planung einer Streckenverlängerung zum  Freibad Müggelsee, die wegen fehlender finanzieller Mittel scheiterte.
Februar 1923 Inbetriebnahme einer Quecksilberdampf- Glasgleichrichteranlage.
Es war die erste Anlage dieser Art, die bei der hohen Gleichspannung von 770 Volt 150 Ampere in einem Glaskolben verarbeitet.
1925 Errichtung von massiven Wartehallen an den Haltestellen Blumenstraße, Lindenallee
(später Thälmannplatz) und Lerchenstraße.
Bau eines zusätzlichen Gleisbogens von der Lindenallee (heute Vogelsdorfer Straße) in Richtung Rahnsdorf. Ausrüstung der Triebwagen mit Scherenstromabnehmer.
1925/26 Anschaffung eines 5.Triebwagens von der Firma Christoph & Unmack, Niesky.
Ein zweiachsiger Ganzstahl- Triebwagen für 35.000,00 Reichsmark
1927 Umbau und Modernisierung der Beiwagen bei der Waggonfabrik "Christoph & Kumack" in Niesky
19.04.1929 Genehmigung für die Vorarbeiten zur Erweiterung der Strecke als Waldschnellbahn von Schleuse über Erkner, Fangschleuse Grünheide nach Alt- Buchhorst. Die Ausführung scheiterte an der Kapitalbeschaffung und am komplizierten Brückenbau über den Flakenkanal in Erkner.
1944 Höchste Beförderungsleistung mit jährlich 2,9 Millionen Fahrgästen.
In Uerdingen wird der erste Prototyp eines Triebwagens fertig gestellt,
welchen die Woltersdorfer Straßenbahn erhält.
Der so genannte KSW (Kriegsstraßenbahnwagen).
Dieser Wagen wurde zunächst durch die BVG getestet und
erhielt in Woltersdorf die Nr. 7.
April 1945 Der Straßenbahnbetrieb wurde wegen der Kampfhandlungen um Berlin eingestellt.
Juli 1945 Nach umfangreichen Reparaturarbeiten fahren die ersten Straßenbahnen wieder
1949 Verwaltungsmäßige Trennung von Kraftwerk und Straßenbahn und Zuordnung der Straßenbahn zum VE Kreis- Verkehrs- und Transportbetrieb
1950- 1951 Der Triebwagen 3 und der Beiwagen 23 gehen leihweise an die BVG.
Erweiterung des Hallengebäudes.
1952 Umbenennung in VEB (G) Verkehrsbetrieb Woltersdorf.
1956 Übertragung der Betriebsleitung an den Kreis Fürstenwalde. Aus dem G (Gemeinde) wurde ein K (kreisgeleitet).Übernahme des Triebwagens 4362 vom Typ TF 26 von der BVG. Der Triebwagen erhielt die Nr. 6(II).
1958 Einbau einer Quecksilberdampf- Glasgleichrichteranlage in den 1950 auf dem Straßenbahnbetriebsgelände errichteten Wagenhallenanbau.
Die vollautomatisch arbeitende Anlage liefert seit 1963 den Fahrstrom von 750 Volt.
1959 Woltersdorf erhielt einen weiteren Triebwagen aus Potsdam, der 1907 von Gottfried Lindner in Ammendorf gebaut wurde. Dieser erhielt die Nr. 8.
1962/1963 Übernahme von sechs Triebwagen des Typs TF 13/25 Baujahr 1913 bei Orenstein & Koppel, Umbau bei LOWA und RAW Schöneweide. Die Wagen erhielten nach umfangreichen Überholungs- und Umbauarbeiten die über Jahre andauerten die Nummern 10 bis 15.
1. Juni 1963 Zusammenlegung mit der Schöneicher Straßenbahn zum VEB (K) Verkehrsbetrieb Schöneiche- Woltersdorf (VSW)
1969 Der VSW wird dem VEB Kraftverkehr und Spedition angegliedert .Einführung des schaffnerlosen Betriebes. Ausstattung aller Wagen mit Zahlboxen. Modernisierung des Triebwagen 7 (KSW) und Ausstattung mit 24 Volt- Anlagen.Übernahme von 3 Beiwagen des KSW Typs aus Strausberg sowie 3 aus Magdeburg.
1969/1971 Generalüberholung der gesamten Fahrleitungsanlage.
1970 VEB Kombinat Kraftverkehr Frankfurt/Oder, VEB Kraftverkehr Fürstenwalde, Zweigbetrieb Schienenverkehr, Betriebsstelle Woltersdorf.
1974 Übernahme des BVB- Arbeitswagens. Es handelte sich um einen so genannten Kastenschlepper, welcher 1952 bei LOWA Johannisthal auf das Untergestell eines alten Arbeitswagens entstand.
Der Wagen erhielt die Nr. 2(II).
06.04.1976 Ausrüstung der Fahrzeuge mit Lochentwertern.
1977 Erwerb von drei Triebwagen des Typs T57, vier Beiwagen des Typs B57 (Hersteller Waggonbau Gotha/Baujahr 1960/61) und einem Beiwagen des Typs BZ 70 (Hersteller RAW Schöneweide, Baujahr 1975)  von der Schweriner Straßenbahn der mit der Nr. 21 (III)sofort einsatzfähig war.
1978 Nach erfolgter Hauptuntersuchung in Magdeburg Einsatz der Triebwagen 12(II) und 13 (II) und des Beiwagens 26 (III).Mit der Fertigstellung eines weiteren Triebwagens und zwei Beiwagen erfolgte für alle Wagen eine neue Nummerierung. So erhielt dieser Triebwagen die Nr. 29 und die Beiwagen die Nummern 89 und 90, die Triebwagen mit den Nr. 12(II) und 13(II) die Nr. 27 und 28 Ende 1978 kamen zwei weitere T 57 aus Dessau nach Woltersdorf.
Diese wurden in eigener Werkstatt überholt und erhielten die Nr.30 und 38 und die beiden Beiwagen die Nummern 87 und 88.
1979 Zugang eines weiteren Triebwagens des Typs TZ 69 von der BVG, der nach kurzen Verschönerungsarbeiten unter der Nr. 39 zum Einsatz kamen .Drei der ausgesonderten KSW Beiwagen (83, 85 und 85(II) dienen einer benachbarten Firma zukünftig als Lagerraum.
1983 Hauptuntersuchung Triebwagen 7  (KSW).
1984 Umbenennung des Arbeitswagens 2(II) in 9.
1986 Nach erfolgter Hauptuntersuchung traf ein weiterer Triebwagen des Typs T 57 aus Dresden in Woltersdorf ein. Erhielt die Nummer 31.
Dafür wurde der TW 39 (einziger Rekowagen) an die Strausberger Eisenbahn abgegeben.
1987/88 Wiederaufbau des Triebwagens 2 in eigener Werkstatt.
17.05.1988 Einweihung des TW 2 zum 75jährigen Jubiläum der Woltersdorfer Straßenbahn.
1990 Die Woltersdorfer Straßenbahn wird Mitglied der Verkehrsgemeinschaft Berlin- Brandenburg.
Grunderneuerung von 2,1 km Waldgleis.
20.12.1990 Gründung der Woltersdorfer Straßenbahn GmbH  - Treuhandunternehmen zum 1.1.1991.
01.01.1991 Beauftragung der Schöneicher- Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung.
1991 Gleisreparatur im östlichen Teil der Berliner Straße und in Teilabschnitten zwischen Kirche und Blumenstraße (ca. 1,5 km).
13.03.1991 Der Reko Beiwagen 87 wird abgestellt.
1992 Gleiserneuerung Schleusenstraße.
Die Straßenbahnen werden mit Funkanlage ausgestattet.
Wiederherstellung des Originalzustandes vom Triebwagen 7 (KSW) in eigener Werkstatt.
17.05.1993 Einweihung des Beiwagens 24 zum 80jährigen Jubiläum der Woltersdorfer Straßenbahn nach 3jähriger Restaurierung in eigener Werkstatt.
30.06.1993 Im Rahmen der Kommunalisierung überträgt dieTreuhandanstalt die Geschäftsanteile der Gesellschaft, deren alleinige Gesellschafterin die Kraftverkehr Fürstenwalde/Spree GmbH ist, mit Wirkung vom 1.1.1992 an den Landkreis Fürstenwalde und die Gemeinde Woltersdorf zu je 50 %.
05.12.1993 Mit den Kommunalwahlen und der gleichzeitigen Neubildung von Landkreisen im Land Brandenburg gingen die Geschäftsanteile des Landkreises Fürstenwalde auf den neugebildeten Landkreis Oder- Spree über.
15.12.1993 Verkauf der Grundstücke in Woltersdorf, Vogelsdorfer Straße, Am Werk, Weinbergstraße.
1993 Bau der Bahnüberwegsicherungsanlage an der Straße nach Fichtenau.
1994 Beginn mit den Vorbereitungen der Hauptuntersuchung und Modernisierung von 4 Gotha Triebwagen bei der Mittenwalder Gerätebau GmbH.
Tag der offenen Tore  -50 Jahre KSW in Woltersdorf.
1995 Grunderneuerung der Haltestellen Lerchenstraße, Blumenstraße, Krankenhaus und Thälmannplatz. Fertigstellung des 1. Bauabschnitts der Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage.
Beginn der Sanierung des Betriebshofes.
31.05.1995 Wiedereinsatz des modernisierten Triebwagens 27.
28.07.1995 Wiedereinsatz des modernisierten Triebwagens 30.
Mai 1995 Wiedereinsatz des Beiwagens 90 nach Hauptuntersuchung in eigener Werkstatt
1996 Grunderneuerung der Haltestelle Rahnsdorf.
Fertigstellung des 2. Bauabschnitts der Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage.
Februar 1996 Wiedereinsatz des modernisierten Triebwagens 32.
September 1996 Wiedereinsatz des modernisierten Triebwagens 28.
24.08.1996 Wiedereinsatz des Beiwagens 22 KSW nach erfolgter Restaurierung in eigener Werkstatt
1997 Fertigstellung des 3. Bauabschnitts der Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage.
Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage auf dem Betriebshof.
Neubau des Abstellgleises auf dem Betriebshof.
Fertigstellung des Tyristor- Fahrstromunterwerkes.
03.06.1997 Wiedereinsatz des Beiwagens 89 nach Hauptuntersuchung in eigener Werkstatt.
26.03.1998 Unterzeichnung  des Kooperationsvertrages mit der Verkehrsverbund Berlin- Brandenburg GmbH.
17.05.1998 Tag der offenen Tore zum 85. Jubiläum der Woltersdorfer Straßenbahn.
1998

Fertigstellung des 4. Bauabschnitts der Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage.
Fertigstellung der Abwasseranlage und der Hofbefestigung auf dem Betriebshof.
Fertigstellung der Sicherungsanlage für die Fahrleitung der Wagenhalle.
Abschluss der Betriebshofsanierung.

1999 Grunderneuerung Gleis vom Beginn Stadtforst bis Fontanestraße und Bereich Ahornallee 
(ca. 200 m)Grunderneuerung Weiche Thälmannplatz.
Fertigstellung des 5. Bauabschnitts der Grunderneuerung der Fahrleitungsanlage.
2002 Gleisreparatur zwischen Goethe- und Lerchenstraße mit Ausnahme des Bereiches Ahornallee (ca. 550 m).
21.03.2003 Einweihung des Triebwagen 2 nach 4jähriger Restaurierung in eigener Werkstatt.
2003 Grunderneuerung des Knotenpunktes Waldweiche.
2003/2004 Modernisierung des Beiwagens 89 in eigener Werkstatt.
16.+17.5.2003 Tag der offenen Tore zum 90jährigen Jubiläum der Woltersdorfer Straßenbahn GmbH.
01.01.2004 Nach der Kündigung des Geschäftsbesorgungsvertrages mit der Schöneicher- Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH, eigene Geschäftsführung und Betriebsleitung.Aufbau einer eigenen Verwaltung.
Vorbereitung der Plangenehmigung für den Bau der Ausweiche am Berliner Platz.
2004/2005 Modernisierung des Beiwagens 90 in eigener Werkstatt
2005 Beginn der Hauptuntersuchung und Modernisierung des Triebwagens 31. Vorbereitung der Gleisreparatur im Kreuzungsbereich der L 30/ Breitscheidstraße im Zusammenhang mit dem Straßenbau.
13.10.2005 Transport des Wagenkastens TW 31 nach Mittenwalde zur Generalüberholung.
Nov 2005 Aufrüstung des Triebwagens 27 mit Musikanlage und Lichterketten für besondere Anlässe.
07.12.2005 Erteilung der Plangenehmigung für den Bau der Ausweiche am Berliner Platz durch das LBV.
19.12.2005 Beginn der Bauvorbereitung am Berliner Platz.
Januar 2006 Planungsvorbereitung für Gleisgrunderneuerung an der Endhaltestelle Schleuse.
29.05.2006 Baubeginn an der Endhaltestelle Schleuse.
Juni 2006 Fertigstellung der Ausweichstelle am Berliner Platz .
15.03.2006 Fällung der Bäume im Baustellenbereich an der Endhaltestelle Schleuse
15.05.2006 Inbetriebnahme der Ausweichstelle am Berliner Platz
29.05.2006

Beginn der Bauarbeiten an der Schleuse

Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Woltersdorf (Straßen-und Tiefbauarbeiten)
und der Woltersdorfer Straßenbahn GmbH ( Gleis- und Fahrleitungsarbeiten)

23.06.2006 Inbetriebnahme der Haltestellen am Berliner Platz
29.06.2006 Rückführung des grunderneuerten Wagenkastens TW 31 von Mittenwalde nach Woltersdorf
21.09.2006 Inbetriebnahme der Haltestelle und der Gleis- und Fahrleitungsanlage an der Schleuse
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